Was ist der OCF?
Der Overhead Cost Factor OCF ist eine Faktor-Kennzahl, die die Gemeinkosten eines Unternehmens definiert. Er hilft dabei, die tatsächlichen Kosten eines Mitarbeiters über seinen reinen Lohn hinaus zu verstehen – inklusive Miete, IT, Verwaltung und weiterer indirekter Kosten.
Warum ist der OCF wichtig?
Für projektbasierte Unternehmen wie Agenturen oder Beratungsfirmen ist es entscheidend, alle Kosten in ihre Kalkulation einzubeziehen, um realistische Stundensätze und profitable Angebote zu erstellen. Der OCF sorgt dafür, dass Gemeinkosten fair und nachvollziehbar auf Projekte umgelegt werden.
Wo stelle ich den OCF in OS/ ein?
Den OCF kannst du unter dem Reiter "Gemeinkosten Targeting" in OS/ Reports einstellen. Öffne dafür den Reiter an deinem unteren Bildschirm, füge deine OCF-Faktoren hinzu und lege mit deinen Projekten los.
Wie wirkt sich der OCF auf eure Budgets aus?
1. Wie werden die Overheadkosten kalkuliert?
Grundsätzlich funktioniert die Kalkulation so:
Brutto-Arbeitskosten = Netto-Arbeitskosten * (1 + OCF)
Hinweis zur Schreibweise in OS/:
In OS/ wird der OCF häufig als Faktor-Zahl angegeben (z. B. 1,0).
Ein OCF von 1,0 entspricht einem Gemeinkostenzuschlag von 100%, also einer Verdopplung der Netto-Arbeitskosten.
2. Die Kennzahlen im Detail
Netto-Arbeitskosten (=Arbeitgeber-Brutto (Gehalt + Lohnnebenkosten)):
Das Gehalt bzw. die Lohnkosten plus Lohnnebenkosten für eine gewisse Zeiteinheit.
OCF (Overhead Cost Factor):
Der relative Anteil der Gemeinkosten (Miete, IT, Buchhaltung, Verwaltung usw.), der auf die Netto-Arbeitskosten aufgeschlagen wird.
Brutto-Arbeitskosten (Kalkulationsbasis):
Die Gesamtkosten, die das Projekt tragen muss, damit sowohl das Gehalt des Mitarbeiters als auch die fixen Betriebskosten gedeckt sind.
3. Beispiel zur Verdeutlichung
Beispiel: Overhead (OCF = 1,3)
Netto-Arbeitskosten: 200€ / Tag
OCF: 1,3 (130% Aufschlag)
Berechnung: 200€ * (1 + 1,3) = 200€ * 2,3 = 460€
Ergebnis: 200€ decken das Gehalt, 260€ decken die Gemeinkosten.
Was passiert wenn der OCF geändert wird?
Bestehende Projekte behalten ihre ursprüngliche Rentabilität, auch wenn der OCF geändert wird. Erst wenn ein Mitarbeiter neue Positionen kalkuliert, kommt der aktualisierte OCF zum Einsatz.
Dadurch bleibt die Projektplanung stabil, und es gibt keine plötzlichen Veränderungen in den laufenden Kalkulationen.
Zusätzlich kann der OCF dabei helfen, mehr Budgettreue im Team zu schaffen. Wenn transparent ist, wie sich Overhead-Kosten auf die Projektpreise auswirken, werden Budgets bewusster geplant und eingesetzt.
Fazit
Der OCF ist ein unverzichtbares Tool für eine realistische Kostenkalkulation. OS/ macht es einfach, diesen Faktor zu berechnen und in Deine Planung zu integrieren – für präzisere, profitablere Projekte.

